Stapelweise
RSS 2.0 RDF 1.0 Atom 0.3


Mein Leben in 6 Worten:

Klein beigeben ist was für andere.

 

freihalterin bei twitter




Statistik
Einträge ges.: 1899
ø pro Tag: 0,3
Kommentare: 3871
ø pro Eintrag: 2
Online seit dem: 07.12.2003
in Tagen: 5703

Einbahnstrasse Ego



Ich lebe in einer Welt voller Gefühle, Menschen, Erinnerungen, Ereignissen. All das hat seine eigene Bedeutung, hinterlässt sich ausbreitende Kreise wie von einem Stein, den man ins glatte Wasser wirft. In voller Intensität nehme ich jede dieser Wahrnehmungen auf, mache sie mir zu eigen, denke nach und weiter, fühle mit und weiter und eine wahre Flut von Empfindungen ergiesst sich tagtäglich in mein Inneres, wo dann weitere Kreise dadurch ausgelöst werden. Tausend Gedanken schiessen mir durch den Kopf, doch keinen Kreis kann ich so richtig zu Ende denken. Gerade, wenn ich unter grossem Alltags-Druck stehe und wenig Ruhe für mich selber habe, entsteht da ein Kuddelmuddel von Gedankenfragmenten. Da oben ist die Kapazität ausgeschöpft und es entsteht eine Einbahnstrasse - der Weg von innen nach aussen ist schlicht verstopft.

Manchmal ist es mir einfach zuviel und ich wünschte mir, meine Wahrnehmungsfähigkeit wäre nicht so ausgeprägt oder würde sich gelegentlich ruhigstellen lassen. Manchmal wollte ich, ich könnte Dinge einfach mit Nicken abhaken und die Kreise und Strudel in meinem Inneren würden sich beruhigen.

Wie immer im Leben wünscht man sich das, was man nicht hat - und wie oft im Leben, wünscht man sich etwas, was man wohl eigentlich gar nicht wirklich haben will. Anstrengend, das alles.

Jac 18.08.2005, 15.35| (3/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Stapeleien

Na bitte...



Elternabend-Grundgesetz Nummer eins:
Sie dauern immer, immer, immer viel länger als angesagt.

Soviel zum ruhigen Abend und der Idee, mich vielleicht endlich mal meiner Mailbox anzunehmen und dort zügig und schreibenderweise zu entstapeln.... Nun ja, wie meinte Scarlett O'Hara doch immer : "Morgen ist auch noch ein Tag" - die Frau ist mir sympathisch ;-)

Jac 17.08.2005, 22.27| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Kindereien

Schulanfänger



Nein, dieses Jahr habe ich keinen Schulanfänger und ich habe es auch vermieden, allzu intensiv darüber nachzudenken, denn eigentlich hätte ich einen....

Meistens hilft ignorieren, weil ändern lässt es sich sowieso nicht, aber manchmal, da erwischt es mich von hinten - *pamm* - und dann ist es da - und jetzt hätte ich es gern wieder aus meinem Kopf draussen.....

marienkäfer auf feder


Jac 16.08.2005, 20.53| (7/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Sinniertes

Freude, die zweite


....und dann gibt es noch das hier:


vaillant


Das sieht nach einem relativ unspektakulären Kasten auf einer renovationsbedürftigen Wand aus,  aber der Eindruck täuscht! Dieser unspektakuläre Kasten ist unsere neue Gas-Heizung und hat mich seit langem in meinen Träumen verfolgt und jedesmal, wenn unsere alte Ölheizung grad mal wieder ausgefallen ist, habe ich sehnsüchtig an diesen Tag gedacht....

Endlich - heizen mit Luxus - sprich ohne ständiges Wassernachfüllen, Entlüften, Öl bestellen und immer wieder Störungslampenalarm....

...und wenn die Wand dann noch ein bisschen weisse Farbe bekommt, sieht das aus wie in einem Neubau ;-)

Jac 16.08.2005, 20.48| (2/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Alltägliches

Freude, die erste



"Thank you for the music..."

*träller* und *klimper*



Seit heute morgen ist es hier, in diesem Haus und wartet darauf, zum musikalischen Leben erweckt zu werden. Mein kurzes Probegeklimper hat zumindest gezeigt, welche wunderbaren Klänge da drin stecken - wenn ich mir vorstelle, dass damit jemand spielt, der es wirklich kann.....

Schööööön!




Jac 16.08.2005, 20.41| (3/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Alltägliches

Auf sie mit Gebrüll



... auf die neue Woche....

Nachdem die letzte Woche ein einziges Chaos war, wie immer wenn irgendetwas eingebaut wird, und meine romantischen Vorstellungen von ruhigen, strukturierten Tagen sich ganz schnell in Luft aufgelöst haben, mache ich mir für diese Woche wenig Illusionen - ruhig und strukturiert wird sie kaum sein, schliesslich fangen wir doch die Woche mit schulfrei ab 11.00h an, heute müsste eigentlich die Gasuhr noch montiert werden, damit morgen die Heizung abgenommen und testbetrieben werden kann, das Klavier müsste in den nächsten Tagen auch kommen, morgen habe ich einen Planungs-Termin mit dem Sanitär wegen der zu bauenden Nasszelle im Keller und am Mittwoch wird der Eltern-Abend-Reigen neu eröffnet.

Aber ich bin ja so flexibel *hmpf*
Nein, bin ich eigentlich nicht, wenn ich ehrlich bin. Ich kann mich zwar sehr gut auf chaotische Terminpläne einstellen, aber richtig wohl ist mir dabei nicht, wenn ich die Dinge nicht mit Ruhe anpacken kann. Am liebsten sind mir die Wochen, wo alles seinen gewohnten Gang geht, wo ich mich in straffen Strukturen wiederfinde und auch die Kinder davon profitieren, nur werden solche Zeiten immer seltener. Wahrscheinlich ist diese innere Flexibilität etwas, was ich im grossen Lebensplan noch zu lernen habe, auch wenn ich das gar nicht lernen möchte. Aber wer fragt schon mich?
;-)

Ich wünsche Euch allen eine angenehme Woche mit dem Rhythmus, der Euch gut tut!

Jac 15.08.2005, 08.35| (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Alltägliches

Unmöglich



Man stelle sich das einfach mal vor:
da steht man in der Küche und bereitet alles für die Gäste vor, schnippelt Gemüse und macht Dips, mariniert Fleisch zum Grillen, macht Teigwarenauflauf, deckt den Tisch im Garten mit unendlich viel Liebe und Flair fürs Detail und dann bricht der Besuch über einen hinein, labt sich am Apéro, plaudert - und plötzlich kommt es dem Besuch in den Sinn, nun etwas für die eigene Psyche tun zu müssen, er schnappt sich die Gabel und beginnt zusammen mit den anwesenden Kindern das Kartoffelbeet umzugraben auf der Suche nach kleinen, grossen, mittleren Kartoffeln. Schwitzt sich nass und leert die dargereichten Wassergläser im Akkord und ist keiner vernünftigen Konversation mehr zugänglich, sondern konzentriert sich nur noch auf die Verbindung von Hand, Gabel und Erde. Als Gastgeber steht man dem hilflos gegenüber, wenn einen so eine Irre heimsucht, auch wenn dafür die Kartoffeln nachher geerntet sind. Die in Kindheitserinnerungen schwelgt, wie sie sich ihr Taschengeld aufgebessert hat, indem sie beim Bauern Kartoffeln sortiert hat.


Aber soll ich Euch mal was sagen:
es hat irre Spass gemacht, dieses Beet umzugraben und den Duft der frischen Erde und vor allem den unvergleichlichen Duft der frischen Kartoffeln zu riechen, mit den Händen in der Erde zu buddeln und das Strahlen der Kinderaugen zu sehen, wenn ich wieder einen grossen Haufen gedreht habe, wo so viele Kartoffeln drin waren. Unsere Gastgeber kennen mich schon und haben sich nicht gewundert, sondern nur gegrinst.....

Jac 13.08.2005, 22.49| (2/2) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Alltägliches

Spiel-Taktiken



Es gibt verschiedene Taktiken, um beim Spielen zu Siegen:

- die Labertaktik: schwafle Deinen Gegner einfach solange zu, bis er irgendeinen Zug macht, weil er sich nicht mehr denken hört und dann verliert

- die Verzögerungstaktik: lass Dir bei jedem Deiner Züge endlos Zeit, sinniere über Gott und die Welt, bis Dein Gegner das Interesse verloren hat und sich nicht konzentriert

- die Jammer-Taktik: quengle Deinen Gegner solange zu, dass Du sowieso immer verlierst und keiner Dich liebt, bis er vor Mitleid zerfliesst und Dich gewinnen lässt.

Kritisch wird es erst, wenn diese drei Taktiken aufeinandertreffen - mit unerwarteten Reaktionen muss gerechnet werden - Dein Pech, wenn Du dann der einzige nicht taktierende Teilnehmer bist, denn all diese Taktiken sind nur zugelassen bis zur Pubertät.

;-)

Jac 12.08.2005, 20.56| (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Ironie hausgemacht

Wutberg



Auf der Spitze des Zornbergs geht es auf allen Seiten hinab ins Tal der Erkenntnis.





Jac 12.08.2005, 08.57| (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Sinniertes

Motivationsschwäche



Normalerweise gelingt es mir ganz gut, mich auch bei unangenehmen Sachen zu motivieren, um sie zu überstehen, und sei es nur, indem ich mir hundertdreiundzwanzigmal vorsage, dass ich es dann hinter mir habe und mir selber auf die Schulter klopfen kann. Das hilft bei ungeliebten Hausarbeiten, Anrufen, Kinderzimmer aufräumen, lästigen Terminen und vielerlei mehr.

Aber derzeit schwächelt meine Motivationsfähigkeit deutlich. Es fällt mir zunehmend schwer, mich damit zu trösten, dass eine neue Heizung was Tolles ist, wenn genau über den Mittag die Trennscheibe vom Kaminbauer in Betrieb genommen werden muss, nachdem ich den ganzen Morgen umsonst zuhause gewartet habe. Es tröstet mich wenig, dass der Zwirbel wohl gerade einen Entwicklungssprung wegen dem Kindergarten durchmacht, wenn seine einzige Kommunikation in Widerstand und Geschrei besteht und die Aussicht, dass er ja abends dann ins Bett geht, trägt gerade nicht dazu bei, dass ich motivierter (und geduldiger) bin. Unangenehme Arbeiten mache ich einfach, auch unmotiviert, weil sie ausser mir sonst keiner macht und ich doch nicht drum herum komme und mit Aufschieben ich mir nur selbst ein Bein stelle. Noch nicht mal Türenzuknallen befreit wirklich, da rieselt mir nur der Staub und Dreck durch die Bauerei entgegen....

Meine Motivationsschwäsche könnte ich bestimmt auch kürzer umschreiben, aber das dürfte meiner persönlichen Unwort-Zensur zum Opfer fallen.  Andere würden wohl einfach schreiben : es sch***t mich an.

Jac 11.08.2005, 12.38| (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Alltägliches